Kann man malen lernen?

Das griechische graphe, aus dem sich unser Wort „Grafik“ entwickelt hat, bedeutete schreiben, malen und zeichnen gleichermaßen. Es gab also ursprünglich gar keinen Unterschied zwischen diesen Begriffen und Tätigkeiten.

Erst später entwickelte sich für jede Fertigkeit eine eigene Bezeichnung. Das Malen und das Zeichnen wurden in weiterer Folge immer stärker mit angeborener Begabung verknüpft, während niemand bezweifelt, dass man das Schreiben erlernen kann.

Als Kinder malen und zeichnen wir sehr häufig. Wir genießen die Zeit, die wir damit verbringen. Das Endergebnis ist nicht so relevant, auch wenn wir meistens stolz darauf sind. Unsere Begegnungen mit der schulischen Kunsterziehung führen in vielen Fällen dazu, dass wir den Glauben an unsere künstlerischen Fähigkeiten verlieren und uns fortan für nicht kreativ halten.

Diese Wahrnehmung kann sich noch verstärken, wenn wir uns als Erwachsene beim Zeichnen und Malen unrealistische Ziele setzen. Wir kommen dann zu dem Schluss, dass künstlerisches Talent und Kreativität angeboren sind. „Entweder man kann malen oder man kann es eben nicht“, scheint die gängige Meinung zu sein.

Wenn es dir ähnlich geht, bist du herzlich eingeladen dich bei egocreo vom Gegenteil zu überzeugen!

Malen lernen für Anfänger

Viele glauben, dass die Fähigkeit zu malen von der eigenen Fingerfertigkeit abhängt. Kannst du deinen Namen schreiben? Dann kann deine Hand alles, was zum Malen nötig ist! Malen beginnt im Kopf. Unsere Zweifel und unsere Ansprüche an das Endergebnis sind die größten Hindernisse beim Malen lernen.

  • Finde Freude an der kreativen Tätigkeit: Mach dir vorab nicht zu viele Gedanken und fang einfach an! Am besten mit einfachen Linien und Formen, um ein Gefühl für das Material und die Farben zu bekommen.
  • Halte die ersten Versuche so simpel wie möglich: Male anfangs lieber abstrakt statt realistisch und kümmere dich nicht zu sehr um technische Feinheiten. Es geht darum eine gewisse Leichtigkeit zu finden!
  • Scheitern gehört zum künstlerischen Prozess: Wenn du nicht weiterkommst, beginne ein neues Werk. Sei stolz auf deine Gelassenheit!
  • Sei bescheiden: Dein erstes Bild wird vermutlich kein Meisterwerk werden. Stecke deine Erwartungen nicht zu hoch. Freue dich darüber wie du in kleinen Schritten immer besser wirst!
  • Studiere deine bereits erstellten Werke: So erkennst du am schnellsten womit du schon zufrieden bist und woran du noch arbeiten möchtest. Sei dabei nicht zu streng mit dir, die Freude am Gestalten soll immer im Vordergrund stehen!

GRUNDAUSSTATTUNG FÜR DIE MALEREI

Bevor du loslegst, solltest du ein paar Dinge besorgen und vorbereiten. Ich schlage dir vor, dein Malabenteuer mit Wasserfarben zu beginnen. Sie sind in der Anschaffung besonders günstig, einfach in der Handhabung und eignen sich daher gut für den Einstieg in die Malerei.

Wasserfarbe ist ein Sammelbegriff für Deckfarben und Aquarellfarben, die beide mit Wasser vermalbar sind. Deckfarben kommen üblicherweise in Schulen zum Einsatz. Aquarellfarben bestehen aus hochwertigeren Pigmenten und sind im Gegensatz zu Deckfarben lichtfest. Sie ermöglichen außerdem übereinander liegende Farbschichten, die sichtbar bleiben.

Deine Einkaufsliste:
– Wasserfarben
– Haarpinsel in unterschiedlichen Größen
– Papier (Stärke: mindestens 130 g)

Deine Einkaufsliste:
– Wasserfarben
– Haarpinsel in unterschiedlichen Größen
– Papier
(Stärke: mindestens 130 g)

Vorzubereiten sind drei Gläser mit Wasser: eines, um die Pinsel grob auszuwaschen, das zweite, um feine Farbspuren zu beseitigen und das dritte mit klarem Wasser zum Anmischen der Farben. Alternativ kannst du statt dem Glas fürs grobe Auswaschen ein Stück Küchenrolle verwenden, um den Großteil der Farbe vom Pinsel zu entfernen. Versuche gleich von Anfang an mehrere Pinsel in der Hand zu halten und abwechselnd mit ihnen zu malen.

Dabei wird jeder Pinsel nur für ein bestimmtes Farbspektrum verwendet; also zum Beispiel ist es ratsam, nicht denselben Pinsel für die Farben Blau und Gelb zu verwenden. Verwende einen Pinsel für Rot und Orange, einen anderen für Blau und Grün und einen eigenen Pinsel für Gelb. So werden die Farben auf deinen Bildern von Anfang an leuchten.

Malen mit Acrylfarben

Bei egocreo erschaffst du deine gemalten Kunstwerke mit Acrylfarben. Acrylfarben bestehen aus Pigmenten, Bindemittel und Wasser und werden seit Mitte des letzten Jahrhunderts für den Gebrauch in der Malerei herstellt.

Das Malen mit Acrylfarben ist gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Im Gegensatz dazu benötigt man beim Verarbeiten von Ölfarben Terpentin, das bereits bei Zimmertemperatur verdunstet und so in Atemwege und auf die Bindehäute kommen kann.

Acrylmalerei

VORTEILE DER ACRYLMALEREI

Acrylfarbe …

  • trocknet sehr schnell und erlaubt somit innerhalb kurzer Zeit ein Übermalen oder Ergänzen deiner Bilder.
  • kann ganz einfach mit Wasser verdünnt werden, so kannst du selbst entscheiden wie deckend du malen möchtest.
  • kann auf jedem fettfreien Malgrund (z.B. Papier, Leinwand, Holz, Metall) verwendet werden.
  • ist sehr unkompliziert in der Anwendung; die Pinsel lassen sich mit Wasser auswaschen.
  • Acrylfarbe ist gesundheitlich unbedenklich.
Acrylmalerei

WORKSHOP ERFOLGSKOMPASS: ACRYLFARBE GIEßEN

Das Acrylic Pouring, eine Acrylgießtechnik, ist eine relativ neue Malmethode aus den USA. Dabei werden Acrylfarben mit einem Gießmedium, Silikonöl und Wasser vermischt. Die so entstandene Flüssigkeit wird auf unterschiedliche Art und Weise auf eine Leinwand gegossen.

Durch Schwenken des Keilrahmens sowie Erhitzen der Flüssigkeit entstehen fantastische Muster und Farbeffekte. Jedes so erschaffene Kunstwerk ist ein Unikat! Das Endergebnis ist nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar und lehrt uns so das Loslassen und Abgeben von Kontrolle.

Gut zu wissen: Acrylfarbe kann nicht wie Wasserfarbe aus der Kleidung entfernt werden! Daher erhältst du bei egocreo eine Malschürze.

Hast du Lust bekommen mit Acrylfarben zu arbeiten? Hier geht’s zu den Workshops: